Weniger Ball. Mehr Vielfalt! – Wie der Sportunterricht besser laufen könnte

Wer den Ball nicht sicher fängt, keinen harten Schuss schafft oder bei der Teamwahl zuletzt übrigbleibt, erlebt schnell, wie aus Bewegung reine Bloßstellung wird. Statt Motivation entsteht Unsicherheit und der Sportunterricht wird für manche zum wöchentlichen Hindernis. Doch wenn größtenteils nur Ballsportarten behandelt werden, kann das auch noch ganz andere Nachteile haben. 

Die Aachener Zeitung schreibt, dass die meisten Unfälle im Schulsport, nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern, bei Ballsportarten passieren. Was auch kein Wunder ist, wenn man über die Hälfte der Zeit mit Ballsport verbringt. Typische Verletzungen sind Verstauchungen und Prellungen. Eine Schülerin bestätigt diese Aussage: „Ich habe mich innerhalb eines Monats dreimal im Schulsport bei Basketball verletzt!“  

 

Nicht jeder ist ein Balltalent 

Woher soll man die Grundfähigkeiten haben?! Schüler bekommen schlechte Noten, da fast nur Ballsportarten behandelt werden und sie deshalb nicht zeigen können, wo ihre Stärken liegen. Jeder hat Stärken und Schwächen, daher sollte man nicht nur mit seinen Schwächen konfrontiert werden. Dass jeder Mensch unterschiedliche Stärken und Schwächen hat, ist besonders im Sport deutlich erkennbar, da körperliche und mentale Fähigkeiten direkt gemessen und verglichen werden. Es gibt keinen Sportler, der in jeder Disziplin perfekt ist. Von uns kann also nicht erwartet werden, dass wir in jeder Sportart perfekt sind. 

 Ballsportarten können aber auch vielfältig sein und den Teamgeist fördern. Besonders für Kinder und Jugendliche, die in ihrer Freizeit keinen Sport treiben, kann dies auch eine Inspiration für sie sein, dadurch kann man feststellen, welche Sportarten einem liegen. 

 

Doch Herr Ludwig, unser Sportlehrer, ist selbst der Meinung, dass es einen Nachteil an Ballsportarten gibt, und zwar die Angst vor Bällen. Doch er hat uns auch gesagt, dass man mit Hilfe von Softbällen die Angst überwinden könnte. Allerdings kann man auch mit einem Softball hart werfen, was sich bei uns im Sportunterricht oft zeigt. Laut Lucy aus der 9a, ist eine Folge des Ballsports über lange Zeit, ein schlechtes Selbstwertgefühl. Dies können wir bestätigen, denn aus eigener Erfahrung haben wir gemerkt, dass man unzufriedener mit sich selbst wird, da man bestimmte Aufgaben nicht erfüllen kann. Auch durch negative Kommentare des eigenen Teams kann das Selbstwertgefühl sinken. 

Der Lehrplan sieht vor, dass man gewisse Ballsportarten behandelt, teilte uns Herr Ludwig noch mit.  Letztendlich ist es nicht schlecht, Ballsportarten zu behandeln, allerdings könnte man es vielfältiger gestalten und auch andere Sportarten thematisieren, beispielsweise Tennis oder Yoga.