Land war schon immer ein knappes, aber auch das beste Investment. Doch mit wachsender Bevölkerung und Globalisierung wird diese Knappheit immer spürbarer: Regenwälder werden für Land gerodet, Megacitys wachsen zu Slums heran. Der reichste Mensch der Welt hat sich damit schon länger beschäftigt und eine „Lösung“ gefunden: Die Lösung ist es, neun Monate durch den Weltraum zu reisen, während sich deine Knochen abbauen, und sich auf einem kosmisch verstrahlten Planeten zu vergraben, dem Mars.
Auf diese Lösung bereitet er sich mit jeder neuen Firma vor. Tesla gibt die funktionierenden Autos, Hyperloop ist der passende Zug, die Boring Company bohrt die Höhlen zum Leben, Neuralink lässt dich halbwegs den Verstand behalten, und alles wird von SpaceX, inklusive dir, zum Mars gebracht, um dort eine traurige Existenz zu haben.
Stattdessen wäre ein Leben mit Sonne, ohne kosmische Strahlung, mit einer Schwerkraft so stark wie die der Erde und besserer Aussicht möglich, auf der Venus, unserem Schwesterplaneten. Er heißt Schwesterplanet, weil er alles von der Erde hat, außer ein Ökosystem auf seiner 482 °C heißen, mit Säure regnenden Oberfläche und der 90‑mal dünneren Atmosphäre. Die Anziehungskraft beträgt 90 % der der Erde, Mars im Vergleich 38 %, was weniger Knochenabbau bedeutet und somit weniger Sport.
Das erwähnte Leben mit der Sonne ist möglich durch das erdähnliche Magnetfeld, das eine auf der Atmosphäre schwimmende Basis vor kosmischer Strahlung schützen würde. Auf der Venus gibt es in 50 km Höhe erdähnlichen Druck und Temperatur, weil die Umgebung aus dichtem CO₂ besteht, welches man mit genügend Oberfläche als „Meer“ für eine schwimmende Basis nutzen kann.
Und in einer Star‑Wars‑Bespin‑Wolkenstadt‑artigen Basis zu leben, wäre viel schöner, lebenswerter und einfach besser, als sich wortwörtlich zu vergraben. Denn die Zukunft liegt nicht hier zu oder unter unseren Füßen, sondern in einer weit, weit entfernten Galaxis…
