Der ungarische Präsident Viktor Orbán sagte: “Wir wollen keinen europäischen Einheitsstaat, sondern ein Europa der starken (einzelnen) Nationen!” Aber ich finde, wir sollten uns mehr als Europäer sehen, denn hier in Deutschland zeichnet uns nichts aus, außer unsere Industrie, die uns ohne Subventionen bei Katastrophen sofort verlassen würde. Den immer noch leidenden, aber auch unnormal starken Mittelstand mal ausgenommen.
Wir Deutsche haben keine großen geografischen Grenzen wie die Spanier, welche eine Halbinsel sind und somit geografisch logischerweise zusammengehören.
Wir Deutsche haben noch nicht lange einheitliche Grenzen wie die Franzosen, welche ihre Kultur vom Weströmischen Reich über Karl den Großen bis heute eingesperrt und verteidigt haben.
Wir Deutsche haben keinen emotionalen oder historischen Anker wie die Briten mit der Monarchie, welche sie immer wieder vereint hat. Am Anfang galt das Königshaus als Herrscher von Gottes Gnaden, in der Neuzeit als Träger eines Vertrages des Herrschers und Volk. Heute seit dem Zweiten Weltkrieg gelten sie als Zeichen nationaler Identität.
Wir Deutsche nennen uns Deutsche, weil im 19. Jahrhundert viele kleine Staaten neidisch auf die Verwaltung und besonders die Bürokratie von Preußen waren, was letztlich in der Gründung des Deutschen Reichs resultierte. Diese gemeinsame Basis könnte heute die EU übernehmen.
Wir Europäer haben geografische Grenzen. Im Norden, Westen und Süden durch Meere und Ozeane, zum Osten vom Ural über den Kaukasus zur Türkei.
Wir Europäer brauchen also keine Grenzen schaffen.
Wir Europäer brauchen keinen Monarchen oder Symbole zur nationalen Zusammengehörigkeit, denn wir Europäer setzen auf handfeste Vorteile in der Wirtschaft oder Migration als Grundlage für eine Bundesrepublik Europa.

