Nach 18 Jahren Gefängnis wird Herr Wenger endlich entlassen. Die Zeit dort hat ihn verändert, und er bereut sehr, was damals passiert ist. Als Erstes geht er zurück zu seiner alten Schule. Die Gänge sind leer, überall hängen noch alte WellenGraffitis, und sogar die Stühle in der Aula stehen noch so wie bei der letzten Versammlung. Das alles trifft ihn sehr, und er merkt, dass er etwas wiedergutmachen muss.
Er versucht herauszufinden, was aus seinen früheren Schülern geworden ist. Karo ist inzwischen Politikerin und setzt sich stark für Demokratie ein. Trotzdem hat sie die Ereignisse von damals nie richtig verarbeitet. Als Wenger sie besucht, schreit sie ihn an und will nichts von ihm wissen. Das verletzt ihn, aber er versteht, warum sie so reagiert.
Um etwas Gutes zu tun, bewirbt er sich unter dem falschen Namen Erwin Ranger als Sozialarbeiter an einer Schule in Berlin. Er hat Angst, dass man ihn sonst ablehnen würde. Tatsächlich wird er eingestellt. Doch gleich am ersten Tag trifft er im Lehrerzimmer auf Marko, der jetzt selbst Lehrer ist. Bevor Marko ihn erkennt, flieht Wenger aus dem Raum.
Mit der Zeit merkt er, dass an der Schule etwas Seltsames passiert. Eine Gruppe von Schülern nennt sich „Die Flut“ und verbreitet Aufkleber und Botschaften, die ihn stark an die „Welle“ erinnern. Ein Schüler vertraut ihm an, dass er unter Druck gesetzt wird. Für Wenger ist klar: Er muss eingreifen.
Er glaubt, dass nur Marko von seiner Vergangenheit weiß und vielleicht dahintersteckt. Schließlich stellt er ihn zur Rede. Marko erkennt sofort den Tarnnamen und ist schockiert. Als Wenger ihn verdächtigt, wird Marko wütend. Er sagt, dass er nach allem, was damals passiert ist, niemals wieder so etwas zulassen würde. Dann steigt er ins Auto und fährt weg. Wenger bleibt allein zurück und fragt sich, ob er schon wieder alles falsch gemacht hat.
Eine Woche später erfährt er, dass ein Schüler bei einem Unfall verunglückte. Er findet heraus, dass dieser vor den Mitgliedern „Der Flut“ gejagt worden war, weil er nicht mehr mitmachen wollte. Die ganze Schule ist entsetzt über den Vorfall, ohne jedoch die Hintergründe zu kennen, da die „Flut“-Mitglieder von einem zufälligen Unfall reden. Herr Wenger will der Schule helfen und den Anstifter der „Flut“ finden. Doch alle seine Bemühungen führen ins Nichts.
Schließlich erkennt er die Gefahr. Es ist nicht immer die eine Person. Es sind die Menschen, die sich anstiften lassen und Gefahren nicht erkennen – Bis es schließlich zu spät ist. Doch dahin will es Herr Wenger nicht kommen lassen. Er hat einen Plan.
Am nächsten Morgen hängen in der ganzen Schule Zeitungsartikel und Bilder von dem „Welle“-Vorfall vor 18 Jahren. Die Schüler beachten diese jedoch kaum und lachen zunächst. Doch die „Flut“-Leute schauen genauer hin und erkennen die Bedrohung für sie. Deshalb versuchen sie, die Artikel und Fotos heimlich zu entfernen. Doch dabei werden sie von einer Gruppe Schülern erwischt. Diese wundern sich darüber und schauen sich die Artikel zum ersten Mal genauer an und verstehen. Sie erkennen die Parallelen zu ihrer Schule.
So gewarnt wollen sie den Vorfall melden, aber plötzlich ziehen die „Flut“-Mitglieder Messer und bedrohen die Schüler. Ein Mädchen versucht zu fliehen, doch da sticht ein Junge der „Flut“ schon zu und trifft das Mädchen am Arm. Schreiend reißt sie sich los und stolpert um die Ecke. Dort prallt sie auf Herrn Wenger. Doch er ist nicht allein. Neben ihm stehen mehrere Polizisten. Diese bemerken die tiefe Wunde am Arm und eilen in den nächsten Gang, wo sie auf die „Flut“-Leute mit den Messern treffen. Diese erkennen die Lage sofort. Ein Junge greift geistesgegenwärtig einen der unschuldigen Jungen und hält ihm das Messer an die Kehle. Er droht den Polizisten, die mittlerweile ihre Waffen gezogen haben. Da kommt Herr Wenger und redet auf den Jungen ein. Dieser muss schlucken und erkennt, dass es gelaufen ist. Bestürzt über sein Verhalten lässt er den anderen los und lässt sich widerstandslos festnehmen.
Einige Tage später geht auch dieser Fall durch die Presse. Alle loben Herrn Wenger. Dieser berichtet erneut über die Gefahr, die er vor 18 Jahren selbst unterschätzt hat. Damit hofft er, die Leute auch in Zukunft zum Nachdenken anzuregen und das Schlimmste zu verhindern.
